Chambéry © Gilles Garofolin

Chambéry / Frankreich

Alpenstadt des Jahres 2006

Chambéry © Gilles Garofolin

Chambéry

Alpenstadt des Jahres 2006

Fakten & Zahlen

58919
Einwohner
6
Bezirke
21
Fläche in km²

Zwischen dem Massiv von Bauges und der Chartreuse liegt Chambéry vorteilhaft am Tor zu den Alpen und zum grössten französischen See, dem Lac du Bourget. Eine Besonderheit ist die Lage der Stadt an der Grenze zwischen Frankreich und Italien einerseits sowie zwischen den alemannischen und südlichen Ländern andererseits. Chambéry profitiert von einem Bergklima, dass durch die niedrige Lage der Stadt (270 m) gemässigt wird.

Durch seine Lage zwischen Seen und Bergen sind Wasser- und Wintersportmöglichkeiten von Chambéry aus schnell erreichbar. Die Berge prägen die Entwicklung der Stadt und die Mentalität ihrer Bevölkerung bis auf den heutigen Tag. Aller Urbanität zum Trotz hat sich Chambéry im Verlaufe seiner wechselhaften Geschichte nie als Gegenpol zur gebirgigen, ländlichen Umgebung verstanden, sondern als Teil davon.

Chambéry hat sich den Bergen weiter genähert, Verantwortung für die drei umgebenden National- und Naturparks der Vanoise, des Massivs von Bauges und der Chartreuse übernommen.

Bevölkerung und Behörden haben erkannt, dass die Attraktivität und die Lebensqualität der Stadt massgeblich von der Umgebung abhängen. Eine lebendige Stadt braucht ein lebendiges Umland und muss bereit sein, sich dies etwas kosten zu lassen. Die Stadt hat mit der Schaffung des „Maison des parcs et de la Montagne“ („Haus der Schutzgebiete und der Berge“) einen weiteren grossen Schritt getan.

Die Jury sagte…

Die vorbildliche Kooperation mit dem Umland war ein wesentlicher Grund , Chambéry zur Alpenstadt des Jahres zu wählen. Hinzu kommt die lange Tradition der Stadt in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die grosszügige Gastfreundschaft, die wohlwollende Unterstützung internationaler Konferenzen, das vielseitige kulturelle Schaffen und die verschiedenen nationalen Bergorganisationen, welche die Stadt zu ihrem Sitz wählten. B eeindruckend sind auch die Bemühungen der Behörden und der Bevölkerung um eine stete Verbesserung der Lebensqualität und um die nachhaltige Entwicklung - kein leichtes Unterfangen in einer Agglomeration in den Alpen in dieser Grösse und im Kontext einer globalisierten Wirtschaft mit massivem Druck auf die Arbeitsplätze.