Sondrio © Franco Folini

Sondrio / Italien

Alpenstadt des Jahres 2017 (kein Mitglied des Vereins)

Sondrio © Franco Folini

Sondrio

Alpenstadt des Jahres 2007

Fakten & Zahlen

21588
Einwohner
11
Fraktionen
21
Fläche in km²

Die Gemeinde Sondrio ist seit jeher die Verwaltungshauptstadt des Valtellina (Veltlin) und der gleichnamigen Provinz. Sondrio weist einige der typischsten Merkmale des Alpengebietes auf, wie zum Beispiel die Wälder und Almweiden, die in unterschiedlichen Höhenlagen die Orobischen Alpen säumen, die Terrassenanlagen an den Hängen der Rätischen Alpen und die geometrisch aufgeteilten Felder und Wiesen im Tal.

Sondrio zählt außerdem zu den Gründerstädten der Arbeitsgemeinschaft „Alpenstädte“. Die Stadtverwalter folgten 1986 ohne Zögern dem Aufruf der Stadt Trient für eine internationale Zusammenarbeit der Städte im Alpenraum, um die alpine Identität zu stärken und die Beziehungen zwischen Alpenstädten und Berggebieten zu festigen. In ihrer Eigenschaft als Provinzhauptstadt fördert Sondrio Initiativen in den Bereichen Kultur, Tourismus und Naturschutz. Gleichzeitig wurden zahlreiche Projekte verwirklicht, um durch die verstärkte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und die Sanierung mehrerer Ortsteile die Lebensbedingungen zu verbessern. So ist Sondrio zu einer modernen Alpenstadt geworden, die in der Rangliste der italienischen Städte mit der höchsten Lebensqualität seit Jahren auf den obersten Plätzen zu finden ist.

Die Jury sagte…

Die Jury würdigt die Arbeit, die Sondrio seit Jahren im Sinne der Alpenkonvention leistet, indem sie den Schutz der Natur und der Landschaft des Alpenraums mit einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung verbindet. Etwa durch d en Erhalt und Schutz der Terrassenanlagen, den charakteristischen Trockenmauern, die seit Jahrhunderten die Weinberge im Gebiet Sondrio stützen und die von der UNESCO als 'Erbe der Menschheit' anerkannt wu rden. Hervorzuheben ist auch d as 1995 errichtete Dokumentationszentrum der Schutzgebiete, eine Einrichtung, die nicht nur die Aufgabe hat, Daten über die weltweiten Schutzgebiete zu sammeln, sondern die als Regionales Zentrum für Umwelterziehung auch wissenschaftliche und publizistische Tätigkeiten im Bereich naturkundliche Information und Umweltsensibilisierung organisiert.