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Jugendliche machen Stadtpolitik

07.03.2013

Das Jugendparlament zur Alpenkonvention tagte Anfang März in Sonthofen. Schüler aus allen Alpenstaaten diskutierten über nachhaltige Stadtpolitik - gemeinsam mit Bürgermeistern aus den Alpenstädten. Über simulierte Alpenpolitik und den Versuch, den zukünftigen Entscheidungsträgern eine Stimme zu geben.

Ziele des YPACs 2013: Politiker befähigen, mit Jugendlichen konstruktiv zu arbeiten und Jugendlichen Möglichkeiten geben, ihre Ideen in konkrete Projekte einfliessen zu lassen.
© Caroline Begle

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Sie tragen Anzug und Krawatte, führen anspruchsvolle Debatten auf Englisch und stellen in vier Tagen eine Resolution zur enkeltauglichen Zukunft der Alpen auf. Das Jugendparlament zur Alpenkonvention YPAC wurde 2006 vom Ständigen Sekretariat und vom Akademischen Gymnasium Innsbruck initiiert. Rund 90 Schüler aus allen Alpenländern machen beim YPAC mit. Für die 16- bis 19-Jährigen ist es ein Forum für alpenspezifische Fragen und für das Erlernen demokratischer Prozesse.

Die Alpenstadt der Zukunft
Das YPAC 2013 fand im bayrischen Sonthofen statt. Die Kommune wurde 2005 für ihr Engagement beim Klimaschutz und bei der Einbeziehung der Bevölkerung mit dem Titel "Alpenstadt des Jahres" ausgezeichnet. Seitdem arbeitet Sonthofen im gleichnamigen Verein mit weiteren 14 prämierten Städten aus Frankreich, Slowenien, Österreich, Italien und der Schweiz zusammen.
Um eine nachhaltige Stadtentwicklung geht es auch beim diesjährigen Jugendparlament. Unter dem Motto "Meine Alpenstadt der Zukunft - Forderungen der Jugend zur nachhaltigen Entwicklung alpiner Städte im Sinne der Alpenkonvention" diskutierten die Jugendlichen in vier Ausschüssen über Konsumverhalten, Mobilität, Wohnen und Arbeiten in der Stadt sowie Tourismus und Freizeit. Unter anderem geht es um Möglichkeiten einer Stadt als Anbieterin, Investorin und Konsumentin ein Vorbild für andere zu sein. Oder um Tourismuskonzepte, die die Schönheit der Alpen bewahren und den Menschen ein Auskommen bieten.

Projekte statt Papiertiger
Die Jugendlichen einigten sich zum Abschluss des YPACs in einer Generalversammlung auf zehn Forderungen. Damit diese nicht wie bisher mal mehr, mal weniger zur Kenntnis genommen werden, nehmen Bürgermeister und politische Vertreter aus den Alpenstädten des Jahres Sonthofen/D, Annecy/F, Herisau/CH, Trento/I, Villach/A und Idrija/SL sowie der liechtensteinischen Energiestadt Planken teil. Sie formulierten in einem eigenen Workshop ihre Forderungen an die Jugendlichen, luden sie ein, die Ergebnisse des YPACs dem jeweiligen Gemeinderat vorzustellen und treffen mit den jungen Menschen Vereinbarungen über gemeinsame nächste Schritte. "Das YPAC soll nicht nur Alpenpolitik simulieren, sondern der Jugendbeteiligung und Stadtpolitik neue Impulse geben sowie gemeinsame Projekte ermöglichen", so Hubert Buhl, Bürgermeister der Stadt Sonthofen und Präsident des Vereins Alpenstadt des Jahres.
Das Jugendparlament zur Alpenkonvention 2013 fand vom 12. bis 15. März statt und wird vom Gymnasium Sonthofen, der Stadt Sonthofen und dem Verein Alpenstadt des Jahres organisiert. Das Projekt wird unter anderem durch das EU-Programm Jugend in Aktion und das Bayrische Umweltministerium gefördert. Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA begleitet die Jugendlichen als Expertin.
Quelle und weitere Informationen: www.ypac.eu (en), www.alpenstaedte.org/de/projekte/jugend, www.cipra.org/de/cipra-home/alpmedia

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